Absorberklassen
Absorberklassen ordnen akustische Materialien nach ihrem bewerteten Schallabsorptionsgrad ein und helfen, Produkte für Raumkonzepte grob vergleichbar zu machen.
Definition
Absorberklassen von A bis E beschreiben, wie stark ein Material Schall absorbiert. Grundlage ist der bewertete Schallabsorptionsgrad αw: Klasse A steht für sehr hohe Absorption, Klasse E für geringe Absorption. Die Klasse ersetzt keine raumspezifische Planung, gibt aber eine schnelle Orientierung für Materialauswahl und Ausschreibungen.
Warum ist das für Raumakustik wichtig?
Für Büros, Schulen, Restaurants und öffentliche Räume ist die Klasse ein erster Hinweis, ob ein Akustikelement genügend wirksam sein kann. Entscheidend bleibt jedoch, wo das Element montiert wird, welche Fläche eingesetzt wird und in welchem Frequenzbereich das Problem liegt.
Praxisbeispiel
In einem Sitzungszimmer mit Glaswänden und Betonoberflächen kann ein hoch absorbierendes Deckensegel deutlich mehr bewirken als kleine dekorative Elemente. In einem Raum mit bereits vielen Vorhängen oder Polstermöbeln kann dagegen die Positionierung wichtiger sein als die reine Klasse.
Typische Fehler
- Nur die Klasse betrachten und Raumgrösse, Montageabstand und Frequenzverlauf ignorieren.
- Absorberklassen mit Schalldämmung verwechseln.
- Ein Produkt mit guter Klasse zu klein dimensionieren.
Empfohlene Vorgehensweise
- Raumnutzung und Hauptproblem klären: Sprache, Lärm, Echo oder Diskretion.
- Vorhandene schallharte Flächen erfassen: Glas, Beton, Metall, glatte Decken.
- Absorberklasse zusammen mit Fläche, Montageart und Datenblatt beurteilen.
Passende AcousThing-Lösungen
Je nach Raumtyp und Ziel können folgende AcousThing-Lösungen als Ausgangspunkt geprüft werden:
- Akustik-Deckensegel
- Akustik-Deckenbaffeln
- Wandabsorber
- Akustikbilder
Entscheidungshilfe
| Wann relevant? | Für Büros, Schulen, Restaurants und öffentliche Räume ist die Klasse ein erster Hinweis, ob ein Akustikelement genügend wirksam sein kann. Entscheidend bleibt jedoch, wo das Element montiert wird, welche Fläche eingesetzt wird und in welchem Frequenzbereich das Problem liegt. |
|---|---|
| Was prüfen? | Raumnutzung, Raumvolumen, schallharte Flächen, vorhandene Möblierung, Frequenzbereich, Brandschutz und Produktdatenblatt. |
| AcousThing-Bezug | Akustik-Deckensegel, Akustik-Deckenbaffeln, Wandabsorber, Akustikbilder |
Häufige Fragen
Welche Absorberklasse ist für Büros sinnvoll?
Für Büros sind häufig hoch wirksame Elemente an Decke und Wand sinnvoll, weil Sprache und Telefonie vor allem durch Reflexionen und Nachhall stören. Die konkrete Klasse sollte anhand von Raumgrösse, Nutzung und Absorberfläche gewählt werden.
Reicht Absorberklasse A automatisch aus?
Nein. Ein sehr gutes Material wirkt nur dann gut, wenn genügend Fläche eingesetzt und sinnvoll positioniert wird.